Google-Schwesterunternehmen Waymo startet Robotaxi-Service

Die Google-Schwester Waymo bietet in Arizona nun einen Service mit autonomen Taxis an und konkurriert mit dem Fahrdienstleister Uber - den der Preis kaum freuen dürfte.

Ein selbstfahrender Chrysler Pacifica von Waymo
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Ein selbstfahrender Chrysler Pacifica von Waymo


Die Google-Schwesterfirma Waymo hat offiziell ihren Robotaxi-Dienst in der US-Stadt Phoenix gestartet. Er stehe allerdings zunächst nur "hunderten" Einwohnern zur Verfügung, die den Service in den vergangenen Monaten bereits kostenlos getestet hatten. Das kommerzielle Angebot "Waymo One" soll nun Geld kosten, zu den Tarifen machte die Firma keine Angaben.

Die Autos werden per App bestellt, ähnlich wie bei anderen Fahrdiensten. Anfangs soll noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen und bei Bedarf die Kontrolle übernehmen. Waymo testet in der Region aber bereits auch Roboterwagen ohne einen Menschen am Steuer.

Preise auf dem Niveau von Uber

Die zu Robotaxis umgebauten weißen Minivans des ModellsChrysler Pacifica bedienen eine Fläche von rund 260 Quadratkilometern, wie Waymo-Produktchef Dan Chu dem Technologieblog "The Verge" sagte. Waymo macht keine Angaben dazu, wie schnell mehr Nutzer und weitere Gebiete der Stadt im Bundesstaat Arizona hinzukommen sollen. Ein Reporter von "The Verge" zahlte für eine rund drei Meilen (knapp 5 km) lange Fahrt gut sieben Dollar - die Preise wären damit in etwa auf dem Niveau von Fahrdiensten wie Uber und Lyft.

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Selbstfahrende Autos: Ohne Hände!

Waymo entstand aus dem Roboterwagen-Projekt von Google, bei dem seit 2009 selbstfahrende Autos auf die Straße geschickt werden. Die Firma gilt als besonders weit bei der Technologie, an der auch Autohersteller, Zulieferer, Start-ups und Tech-Schwergewichte wie Apple arbeiten. So dürfen Waymos autonome Fahrzeuge im benachbarten US-Bundesstaat Kalifornien auch ohne Sicherheitsfahrer bis zu 105 km/h schnell fahren.

ene/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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senapis 05.12.2018
1. Machen wir uns doch nichts vor!
Zitat: "..-die Preise wären damit in etwa auf dem Niveau von Fahrdiensten wie Uber und Lyft." Vergleichbare, kalkulierbare Preise gibt es nur bei Taxen, die durch gesetzliche Regeln vorgeschrieben sind. Verbraucherfreundlich nennt man das. Das erste Unwetter wird, dank Surge-pricing, die Uber-Fahrgäste kräftig "nass machen"! Das Taxigewerbe arbeitet eigenwirtschaftlich, Uber und Spießgesellen werden von interessierten Kreisen mit Subventionen künstlich in den Markt gedrängt. Wenn die Taxen erstmal vom Markt verdrängt wurden, brauchen sich Uber und Co. bei den Preisen auch keine Zurückhaltung mehr auferlegen. Wollen die Fahrgäste das??? Wirklich?
mazzmazz 11.12.2018
2. Wettbewerb!!
Umgekehrt wird ein Schuh daraus! Jahrzehntelang gab es nachts nur das Taxi oder vereinzelt U-Bahnen. Schlechter Service und horrende Preise für Taxis waren die Folge dieses Monopols, manifestiert noch über die Zentralruf-Mafia. Nun gibt es endlich Wettbewerb in Form von Uber, Waymo, Lift und auch „freiere“ Taxis, die ab und an ohne Schild fahren. Natürlich poltert die Taxilobby, die dachte, über den sinnlosen Taxischein abgesichert zu sein, nun los. Zwar bezahlen Taxiunternehmer auch mehr für Versicherung und müssen jährlich zum TÜV, aber das rechtfertigt die abartigen Preise schon lange nicht mehr. Ebensowenig die Autos, denn der dicke Benz muss nicht sein. Ein Prius tut es völlig. Nir bezahlt man im prius oder VW nach wie vor den Benz-Preis. Deshalb fahre ich schon lange Uner. Gibt’s ja trotz Verbot. Sogar mit Benz... Rein sicherheitsmässig habe ich eh nicht verstanden, weshalb ein Taxi besser sein soll als der private Familienvan, der ab und zu über Uber bereitgestellt wird. Ich finde das gut und würde den Taxis keine Träne hinterherweinen.
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