Rechtliche Schritte gegen Wahlkampfmusik Rihanna stoppt Trump

Von wegen "Don't Stop the Music": Weil dieser Song von ihr bei Wahlkampfauftritten von Donald Trump lief, war Rihanna erbost - und ließ nun ihre Musik von der Abspiellizenz ausnehmen.

Rihanna
REUTERS

Rihanna


Popmusiker und Politiker, die ihre Musik verwenden - das ist eine lange Geschichte der Missverständnisse und Streitfälle. Und wie so vieles, was mit Polarisierung zu tun hat, hat die Präsidentschaft von Donald Trump auch diese Geschichte zugespitzt.

Vor den Midtermwahlen war Axl Rose von Guns 'N Roses die lauteste Proteststimme gegen die Nutzung seiner Musik durch Trump gewesen. Doch auch Rihanna war erbost, beließ es aber nicht bei einer bissigen Tweet-Antwort an einen Reporter, der auf die Nutzung ihres Songs "Don't Stop the Music" bei einem Trump-Auftritt in Chattanooga hingewiesen hatte.

Rihanna hatte im Vorfeld der Wahlen öffentlich Kandidaten unterstützt, die in Opposition zu Präsident Trump stehen, darunter den Gouverneurskandidaten in Florida, Andrew Gillum. Über ihre Anwälte ließ die Sängerin, die bürgerlich Robyn Fenty heißt, Trumps Kampagnenteam wissen, dass sie mit der Nutzung ihrer Musik nicht einverstanden sei. Diese gebe "den falschen Eindruck, dass Ms. Fenty mit Trump zusammenarbeite".

Wie die US-Ausgabe des "Rolling Stone" herausfand, hat nun die amerikanische Rechteverwertungsgesellschaft BMI an Trumps Kampagnenorganisation geschrieben, in dem sie darüber informiert, dass diese die Musik von Rihanna nicht mehr verwenden dürfe.

Denn diese Verwendung war offenbar bis dato durch eine Blankovereinbarung gedeckt, den die mit der deutschen Gema vergleichbare Gesellschaft mit der "Donald J. Trump for President, Inc." abgeschlossen hatte.

Doch nun hat die BMI Trumps Organisation darüber informiert, dass sie einen Brief von Rihanna erhalten habe, in dem sie dieser Nutzung widerspricht. Dieser Brief erwirke den unverzüglichen Ausschluss von deren musikalischen Werken aus der Vereinbarung. Jeder weitere Einsatz von Rihannas Musik bei Trump-Veranstaltungen sei somit unautorisiert.

feb

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.