Bericht Zahl der rechtsextremen Demonstranten wieder deutlich gestiegen

In Deutschland sind 2018 doppelt so viele Rechtsextreme auf die Straße gegangen wie im Vorjahreszeitraum. Das geht laut einem Bericht aus Zahlen der Bundesregierung hervor.

Demonstration in Bautzen
DPA

Demonstration in Bautzen


Die Zahl rechtsextremer Demonstranten in Deutschland hat deutlich zugenommen. Von Juli bis September 2018 nahmen nach Erkenntnissen der Bundesregierung 7614 Neonazis an 23 rechtsextremen Kundgebungen teil. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 3040 Teilnehmer - weniger als die Hälfte.

Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichten. Insgesamt organisierten Rechtsextremisten nach Regierungsangaben in den ersten neun Monaten dieses Jahres Demonstrationen mit rund 15.300 Teilnehmern.

2017 hatten insgesamt knapp 11.300 Neonazis auf deutschen Straßen und Plätzen demonstriert. Deutlich höhere Zahlen habe es 2015 und 2016 gegeben, als die Zahl der Flüchtlinge, die nach Deutschland kamen, höher war. 2015 nahmen laut den Sicherheitsbehörden fast 60.000 Rechtsextremisten an Protesten teil, 2016 fast 30.000.

Dem Bericht zufolge rechnet die Bundesregierung in diese Zahlen nicht die Teilnehmer der Pegida-Aufmärsche ein. Auch die Demonstrationen der Gruppe Pro Chemnitz im Spätsommer seien nicht einbezogen.

An den sieben Protestmärschen in Chemnitz, die teilweise mit Ausschreitungen verbunden waren, nahmen dem Bericht zufolge rund 19.700 Menschen teil. Bis zu 30 Prozent davon kamen demnach aus dem rechtsextremen Spektrum (lesen sie hier mehr über die Krawalle von Chemnitz).

jpz/dpa/AFP



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