Unwetter auf Sardinien Brücke nahe Cagliari eingestürzt

Nach heftigen Regenfällen ist eine Brücke auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien eingestürzt. Mehrere Flüsse traten wegen des Unwetters über die Ufer. Eine Frau starb in den Fluten.

Eingestürzte Brücke über den Fluss Santa Lucia
DPA/Vigili Del Fuoco

Eingestürzte Brücke über den Fluss Santa Lucia


Schwere Regenfälle haben auf Sardinien vielerorts Flüsse über die Ufer treten lassen. Eine seit den frühen Morgenstunden vermisste Frau wurde tot aufgefunden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Sie sei mit ihrer Familie im Auto nahe der Inselhauptstadt Cagliari unterwegs gewesen und vom Hochwasser überrascht worden. Der Mann und die Kinder hatten sich den Angaben zufolge retten können und waren von Einsatzkräften in Krankenhäuser gebracht worden.

Am Donnerstag kam das öffentliche Leben in Cagliari und Umgebung weitgehend zum Erliegen: Schulen, Parks, Friedhöfe, Museen, Bibliotheken und Sportanlagen blieben auf Anordnung der Kommunen geschlossen. Der Zivilschutz hatte die höchste Unwetterwarnung ausgesprochen.

Die Wassermassen hatten am Mittwoch eine Brücke über einem Fluss nahe Cagliari zum Einsturz gebracht. Da die Verbindungsstraße zwischen der Inselhauptstadt und der Gemeinde Capoterra bereits gesperrt war, gab es keine Verletzten. Wassermassen hatten ein Loch in die Fahrbahn gerissen. Und durch das Unwetter war die am Ufer entlangführende Staatsstraße bereits auf einem anderen Abschnitt beschädigt worden.

Feuerwehrleute auf beschädigter Brücke
DPA/Vigili Del Fuoco

Feuerwehrleute auf beschädigter Brücke

Mitte August waren beim Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua in Norditalien 43 Menschen ums Leben gekommen, zahlreiche Autos stürzten in die Tiefe. Die italienische Justiz ermittelt gegen eine Reihe von Beschuldigten und gegen die Betreiberfirma Autostrade per l'Italia (Aspi).

wit/dpa/AFP



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