Wachsende Aufgaben Bundeswehr stellt sechstes Panzerbataillon auf

Erstmals seit der Wiedervereinigung wächst die Truppe der Bundeswehr. Das Heer soll nun ein sechstes Panzerbataillon erhalten. Auch die Schließung der Kaserne in Hardheim ist damit vom Tisch.

Panzer auf dem Truppenübungsplatz Munster
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Panzer auf dem Truppenübungsplatz Munster


Die Bundeswehr wird als Reaktion auf wachsende Aufgaben mit einem sechsten Panzerbataillon verstärkt. Die aus vier Kompanien mit etwa 500 Mann bestehende neue Einheit werde in Hardheim (Baden-Württemberg) stationiert, teilte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) auf dem Truppenübungsplatz Munster in Niedersachsen mit.

"Es ist nötig, weil wir stärker wieder die Landes- und Bündnisverteidigung als gleichberechtigtes Standbein aufstellen - neben dem Krisen- und Konfliktmanagement in den Einsatzgebieten", sagte die Ministerin. Von der Leyen sagte, die Bundeswehr werde in den nächsten Jahren mehrere Hundert neue oder modernisierte Kampf- und Schützenpanzer bekommen. "Es ist das erste Mal jetzt seit der Wiedervereinigung, dass wir wieder eine wachsende Truppe haben. Die Bundeswehr wächst und damit auch die Aufstellung eines neuen Panzerbataillons", sagte die Ministerin.

In Hardheim ist damit auch die zunächst geplante Schließung der Carl-Schurz-Kaserne vom Tisch. Die Bundeswehr wird dort etwa 20 Millionen Euro investieren.

Von der Leyen besuchte in Munster das Ausbildungszentrum der Bundeswehr. Am größten Standort des Heeres wird der Führungsnachwuchs der Panzer-, der Panzergrenadier- und der Heeresaufklärungstruppe ausgebildet. Bei einer Vorführung verschafft sich die Ministerin ein Bild über die Fähigkeiten der Panzersoldaten mit ihren Kampfpanzern "Leopard" und der Panzergrenadiere mit dem Schützenpanzer "Puma", von dem bis 2019 rund 140 Modelle neu geliefert werden sollen.

Video: Führerschein oliv - Die Panzerfahrschule der Bundeswehr (SPIEGEL TV 2008)

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asc/dpa



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