CDU Kandidaten für die Merkel-Nachfolge treten erstmals gemeinsam auf

Sie sind die drei aussichtsreichsten Kandidaten für den Posten des CDU-Chefs: Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn haben sich bei der Frauen-Union vorgestellt. Acht Regionalkonferenzen sollen folgen.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer, Jens Spahn


Es war der erste gemeinsame Auftritt der drei aussichtsreichsten Kandidaten für den CDU-Vorsitz: "Ich freue mich auf diesen fairen Wettbewerb", sagte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin. Neben ihr wollen sich der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn auf dem CDU-Parteitag am 7. Dezember zur Wahl stellen.

Vor dem Treffen der drei mit der Frauen-Union sagte Spahn, die CDU müsse bei den Wählern "Vertrauen zurückgewinnen". Gleichzeitig betonte er, die Zeit unter der Vorsitzenden Angela Merkel seien "18 gute Jahre" gewesen. Merz sagte, sein Ziel sei es, dass die CDU eine "Volkspartei bleibt, die in der Lage ist, zur politischen Mitte hin zu integrieren". Das "Ausfransen an den Rändern" müsse gestoppt, im besten Fall sogar rückgängig gemacht werden.

Der Vorstand der CDU-Frauenvereinigung hatte sich zuvor bereits klar für Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Anders als bei seinen Mitbewerbern steht die offizielle Nominierung bei Spahn noch aus. Der Vorstand des CDU-Kreisverbandes im münsterländischen Borken wollte ihn am Freitagabend bei einer nicht öffentlichen Klausur in Nordhorn (Niedersachsen) nominieren.

Bundeskanzlerin Merkel hatte nach den schweren Verlusten für die Union bei den Landtagswahlen in Bayern und Hessen ihren Rückzug vom CDU-Vorsitz beim Parteitag in Hamburg angekündigt.

Die Kandidaten für ihre Nachfolge wollen sich bei acht Regionalkonferenzen der Parteibasis präsentieren. Das erste Treffen ist für kommenden Donnerstag in Lübeck angesetzt. Danach stellen sich die Kandidaten in Mainz, Seebach in Thüringen, Halle/Saale, Böblingen, Düsseldorf, Bremen und zum Abschluss am 30. November in Berlin vor. Auf den Regionalkonferenzen wollen sie nach einer Bewerbungsrede auch Fragen der Parteimitglieder beantworten.

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