Champions League City feiert Kantersieg nach absurdem Elfmeterpfiff

Beim 0:6 in Manchester zeigte neben Schachtar Donezk auch der Schiedsrichter eine unterirdische Leistung. Real schoss ebenfalls Tore am Fließband - und Ajax hielt Benfica auf Distanz.

Raheem Sterling (rechts) im Duell mit Mykola Matvyenko (Mitte)
DPA

Raheem Sterling (rechts) im Duell mit Mykola Matvyenko (Mitte)


Manchester City steht vor dem Einzug in das Champions-League-Achtelfinale. Gegen Schachtar Donezk hat die Mannschaft von Pep Guardiola 6:0 (2:0) gewonnen. Die Tore erzielten David Silva (13. Minute), Gabriel Jesus, der dreifach traf (24., 72., 90.+2), Raheem Sterling (48.) und Riyad Mahrez (84.). Dem Elfmetertor zum 2:0 von Jesus war jedoch eine katastrophale Fehlentscheidung des Schiedsrichters Viktor Kassai vorausgegangen.

In der 23. Minute schickte Fernandinho den gestarteten Sterling, der allein vor Schachtar-Torwart Andriy Pyatov nur noch einschieben musste, aber in den Boden trat und fiel. Verteidiger Mykola Matvyenko lief in der Szene über einen Meter entfernt hinter Sterling. Trotzdem zeigte Kassai auf den Punkt. Sichtlich geschockt ob der Fehlentscheidung nahm Schachtar den verwandelten Elfmeter von Jesus hin.

Über die gesamte Spielzeit brachten die Ukrainer nur zwei Schüsse auf das Tor von City zustande. Auch City zeigte nicht das erwartete Offensivspektakel, schoss insgesamt nur achtmal auf das Tor von Schachtar. Vielmehr zeigte sich Manchester vor dem Tor extrem effektiv: Alle vier Versuche auf das gegnerische Tor in der zweiten Hälfte landeten im Netz.

In der Gruppe F ist ein Ausscheiden Citys nur noch theoretisch möglich. Mit sechs Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten Hoffenheim, müssten sowohl der Bundesligist als auch Olympique Lyon die beiden verbleibenden Spiele gewinnen - und City beide verlieren.

Viktoria Pilsen - Real Madrid 0:5 (0:4)

Real Madrid hat bei Viktoria Pilsen einen 5:0 (4:0)-Kantersieg gefeiert. Für Interimstrainer Santiago Solari war es der dritte Erfolg im dritten Spiel. Karim Benzema (21./37.) mit einem Doppelpack, Casemiro (23.) per Kopf, Gareth Bale (40.) und Toni Kroos (67.) trafen für den Titelverteidiger.

Toni Kroos (M.)
AFP

Toni Kroos (M.)

Kroos bereitete zudem die ersten beiden Real-Treffer vor und war damit erstmals in seiner Karriere in einem Champions-League-Spiel an drei Toren beteiligt. Für Benzema waren es die Tore 200 und 201 im Trikot der Königlichen. Real ist nun vor der punktgleichen AS Rom (beide 9) Tabellenführer, beide Teams sind auf Achtelfinalkurs.

Benfica Lissabon - Ajax Amsterdam 1:1 (1:0)

Vier Spiele, acht Punkte - in der Gruppe der Bayern hat Ajax Amsterdam nach dem 1:1 (1:0) gegen Benfica Lissabon gute Chancen, sich erstmals in diesem Jahrzehnt für das Achtelfinale der Champions League zu qualifizieren. Zuletzt hatte Ajax dort in der Saison 2005/2006 gestanden. In Lissabon ging Benfica durch einen Treffer von Jonas in Führung, Amsterdams Schlussmann Andre Onana sah in dieser Szene nicht gut aus (29.). Doch anschließend übernahmen die Gäste aus den Niederlanden die Kontrolle. Frenkie de Jong hatte den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber aus zwei Metern am leeren Tor vorbei (45.+3). Besser machte es Dusan Tadic, der nach einer Stunde den Ausgleich erzielte.

Weitere Ergebnisse:
ZSKA Moskau - AS Rom 1:2
FC Valencia - Young Boys Bern 3:1

tbe/chh/hba/sid



insgesamt 5 Beiträge
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aurichter 08.11.2018
1. Fairness?
Diese englische Fairness zeigt dieser Raheem Sterling sehr beeindruckend. OMG wie schamlos ist das denn? Kassai ist nun des öfteren mit derartigen Ausfällen negativ aufgefallen, haben die UEFA Beobachter eigentlich Tomaten auf den Augen? Da pfeift jeder Amateur Referee ja besser. Pluspunkte hat Sterling damit nicht gesammelt, das wird der in der PL schon noch merken.
chense90 08.11.2018
2. Kassai ...
Tja Herr Kassai ist schon lange ein Beispiel wie man es nicht machen sollte ... der gute Mann verpfeift regelmässig Spiele und sieht Dinge die kein anderer sieht (oder auch Dinge nicht die jeder sieht) ... Dass der überhaupt noch auf dem Platz stehen darf ist wohl der wahre Skandal in der UEFA wer weiss wieviel Orban oder sonstwer dafür zahlt ... Sterling hat aber natürlich auch nicht die "feine englische Art" gezeigt.
Mike1108 08.11.2018
3. Es war einmal
Wurde nicht früher berichtet, daß Schwalben in England geächtet würden? Das hier ist noch übler. Wieso geht der Spieler nicht zum Schieri und stellt das richtig. Aber da geht es um zuviel Geld.... Fussball mit Anstand war einmal
sheffard 09.11.2018
4. Und das Unfassbare
Ist ja, dass es auch Linienrichter und weitere Beobachter gibt. Niemand ist eingeschrieben. Es scheint elementar etwas völlig falsch zu sein im Entscheidungsprozess auf dem Rasen. Diesen Vorgang muss mann untersuchen, und zwar von außerhalb der Fussballbeteiligten. Und manCity hätte auf jeden Fall, auf jeden Fall den Elfmeter nicht verwandeln dürfen. Als Rückgabe an den Torwart hätte den Respekt aller gehabt. So ist es nur ein offensichtlicher Betrugssport.
troy_mcclure 09.11.2018
5.
Ich verstehe nicht, dass der Spieler danach nicht zum Schiri gegangen ist, unabhängig davon, ob es der Schiri, der Linienrichter oder der Torlinienrichter hätten sehen müssen. Da kann man auch mal Größe zeigen und sagen, dass man nicht gefoult wurde. Schade, vor zweanzig Jahren war das noch ein südeuropäisches Problem, aber mittlerweile hat sich das richtig ausgebreitet.
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