Villa auf dem Peloponnes Schönes, schlaues Öko-Traumhaus

Diese Villa in Griechenland ist im Prinzip eine einzige Promenade: Die Bewohner können um, über oder durch ihr Zuhause laufen - eine tolle Aussicht haben sie an jeder Stelle, Sonne und Schatten auch.

Theo Sarantoglou Lalis/ Lassa Architects/ Foto: NAARO

Das Dach dieser Villa auf der griechischen Halbinsel Peloponnes erfüllt gleich mehrere Funktionen: Wie alle Dächer schützt es die Bewohner vor Sonne, Wind und Regen. Es dient aber auch als begehbare Verlängerung der Landschaft, die es gleichzeitig für die Bewohner einrahmt, wenn sie von drinnen nach draußen blicken.

Die Form des bepflanzten Dachs und der dreischenklige Grundriss ermöglichen außerdem einen natürlichen Durchzug in den Innenräumen. Das spart die Klimaanlage und senkt den Energieverbrauch.

Ausgedacht haben sich dieses außergewöhnliche Design zwei Architekten: Theo Sarantoglou Lalis und Dora Sweijd, deren Büro Lassa Architects Niederlassungen in London und in Brüssel hat. "Die Höhe des Hauses richtet sich nach den Olivenbäumen ringsum, damit es sich in die Landschaft einfügen kann", erklärt Theo Sarantoglou das Konzept.

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Die Gabelungen des Dachs grenzen drei Höfe voneinander ab. So können die Bewohner dem Lauf der Sonne von Hof zu Hof folgen und Wärme oder Schatten genießen, je nachdem, worauf sie gerade Lust haben. Da das Haus auf einem Hügel steht, glitzert bei schönem Wetter das Mittelmeer durch das Panoramafenster im Wohnzimmer.

Die 150 Quadratmeter Wohnfläche sind in zwei Bereiche gegliedert. Der private Teil mit drei Schlaf- und zwei Badezimmern blickt nach Osten. Richtung Süden liegt der Bereich mit der Küche und dem großen Wohnzimmer. Von hier aus können alle drei Höfe betreten werden.

Eine weitere Besonderheit des Hauses ist die schallschluckende Decke aus Holzlamellen im Wohnzimmer - eine Spezialanfertigung der Architekten, genauso wie die Fenster, die Möbel und die charakteristischen Trennwände mit Bücherregalen. Diese Maßarbeiten ließen die Architekten hauptsächlich aus Beton, Terrazzo und Marmor fertigen.

Wegen der abgeschiedenen Lage und der ungewöhnlichen Geometrie des Hauses mussten viele Bauteile vorproduziert und dann später vor Ort montiert werden. Dadurch, so die Architekten, habe die Bauzeit auf sieben Monate verkürzt werden können, ohne Abstriche beim Design oder Qualitätseinbußen machen zu müssen. Und das sieht man.

löw

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insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
christianu 03.12.2018
1. Hauptsache imposant
Da durften sich die Architekten richtig austoben, und das haben sie auch weidlich genutzt. Am Ende steht ein Designtempel auf einem wunderschönen und großen Grundstück, doch Schlaf- und Kinderzimmer haben den Charme von Gefängniszellen und die Verbindungsgänge auch. Aber die Architekten müssen ja nicht darin wohnen, obwohl sie genau das verdient hätten.
dasfred 03.12.2018
2. Zu Nr.2
Was die Schlaf- und Kinderzimmer angeht, ging mir das gleiche durch den Kopf. Da wird ein enormer Aufwand betrieben, um dieses Gebäude in die Landschaft zu integrieren, aber der Wohnwert im Inneren scheint dem Anspruch nicht gerecht zu werden.
Bows3r 03.12.2018
3.
Mir gefällt es. Passt sich gut in die Landschaft ein. Klare Linien und tolles Design. Wenn das Haus sich mit Leben füllt, dann dürften auch die Räume den "Charme von Gefängniszellen" verlieren.
wannbrach 03.12.2018
4.
Die Fenster in den Kinderzimmer sind viel zu klein und würden bei uns nicht genehmigt.
srtribalista 03.12.2018
5. Und was kostet der Spaß?
Habe ich da etwas überlesen?
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